94,2kg und die chemische Keule

Wenn man Sportler ist kann in Versuchung kommen seinen Leistungen mit moderner Chemie etwas nachzuhelfen. Das nennt man Doping.

Wenn man Abspecker ist, dann bietet die Pharmaindustrie auch zahlreiche lustige Mittelchen an.

Im wesentlichen gliedert sich das in zwei Gruppen:

Fettbinder und Appetitzügler.

Erstere werden zusammen mit dem Essen aufgenommen und sollen das in der Nahrung enthaltene Fett binden und unverdaulich machen. Die Medis sind in der Regel rezeptfrei aber teuer. Nebenwirkungen können Durchfall und öliger Stuhl sein.

Appetitzügler sind meist Stimulanzien, die chemisch verwandt oder identisch mit Pülverchen sind, die man auch beim Dealer des Vertrauens auf der Bahnhoftsoilette kaufen kann. Je nach Fabrikat sind sie mit Kokain, Speed oder Kath vergleichbar. Die meisten der wirksamen Präparate machen süchtig und stehen daher unter dem Betäubungsmittelgesetz oder sind zumindest verschreibungspflichtig.

Achtung an alle wamperten Junkies: Hier besteht die Chance auf Stoff auf Rezept.

Was nicht verschreibungspflichtig ist taugt in der Regel auch nichts und dient oftmals nur dazu mollige Frauen abzuzocken. Natürlich gibt es bei den Esoterikmittelchen da auch Placeboeffekte oder Sekundärwirkungen. Wer sich drei Liter „erdbetrahlten ausgependelten Spezialtee“ reinknallt hat auch keinen Hunger mehr, oder es ist ihm/ihr schlecht davon.

Ich versuche gerade mit dem Orlistat „Alli“ meine altersbedingte Abnehmträgheit zu kompensieren. Bisher merke ich noch nicht, daß sich irgendwas beschleunigt hat (außer meine Toilettenfrequenz).

An alle Aschermittwochsfaster: Ich bin in Gedanken bei Euch und wünsche viel Erfolg.

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