92,9kg und mein vogelwildes Wochenende

Der Samstag startete um 5.15 Uhr mit der Weckfunktion.

Es galt zunächst einmal, soviel Vorbereitung für das Wochenende wie möglich zu erledigen. Die vergangene Woche war sehr fordernd, ich kam privat zu nix.

Dann galt es, soviel Kaffee wie möglich zu trinken. Das habe ich geschafft. Den Bürokram nicht ganz.

Dann zog ich mich seeehr warm an und meine Mutter stand vor der Tür, ab zur Autovermietung. Auto holen. Dann ab nach Garmisch. Erstes Problem: Die Stauumfahrung funktionierte nicht. Wohl ein Downloadfehler von Navigon. 5km vor Füssen war dann Ende. Die Vorhersage von Bayern 3 und Antenne Bayern endete an der Staatsgrenze. Liebe Kollegen. Das kann der SWR aber besser. Viel besser!!! Ö3 meldete „Stockungen“, Welle1 Außerfern – gar nix!

Die Stockungen erwiesen sich als 60km-Superstau. Ich änderte die Route und fuhr über eine ungeräumte Alpernstraße. Wie im Rodeo kam ich mir vor. Das Zeitpolster schmolz und schmolz. In Garmisch angekommen, ging es direkt ins falsche Stadion. Das Richtige war 15 Minuten weg. 15 Minuten mit dem Zug. 30 mit dem Auto. Wir fuhren wie erklärt zum Eisstadion. Wir waren zu spät. Der Shuttlebus war weg. Alternative: Zug. Der fuhr in 10 Minuten. Fahrtdauer: weitere 10 Minuten. Kurz: Wir kamen über eine halbe Stunde zu spät an!

Die Herrenabfahrt im Ski-Weltcup hatte ohne uns begonnen. Wir hatten 4:35 Stunden zur Anreise gebraucht. Wir kamen immerhin noch zur Siegesfahrt (30 Sekunden nach unserer Ankunft….). Es wurde noch eine tolle Veranstaltung und es lief alles gut. Sehr familiär dort. Ich traf den Neuntplatzierten als ihn seine Mutter umarmte und die Trophäenfreundin ihm die Zunge in den Hals steckte. Die Heimreise stand dann wieder unter keinem so guten Stern. Als ich endlich zum nächsten Termin ankam war dieser gerade eben beendet und die Teilnehmer fünf Minuten vorher gegangen.

Das darf ich jetzt in den nächsten Tagen nacharbeiten.

Gegessen hatte ich nur zwei Müsliriegel (130 kcal. zusammen), eine kleine Banane und Gulaschsuppe. Nun sollten es noch eine kleine Portion Schinkennudeln sein.

Danach ging es direkt ins Bett. Um 1.30 Uhr schellt wieder der Wecker. Ja, genau! 1:30 Uhr mitten in der Nacht. Um 2:20 saß ich mit Kaffetasse im Mietwagen und war auf der Strasse. A7 nach Norden. 565 Kilometer. Um 7:45 Uhr gab ich dann den Mietwagen wieder ab und ging in die Autostadt in Wolfsburg. Dort gönnte ich mir erst mal eine Salamisemmel und den zehnten Kaffee. Um 9:45 wurde mir dann mein neues Auto übergeben. Ein Polo 1.2 TDI Bluemotion. 75PS, 175km/h Vmax und 3,4l/100km Zyklusverbrauch. Die erste Fahrt dauerte aber gerade mal 300 Meter. Wenn ich schon in Wolfsburg bin, dann wird das aber auch genutzt. Ich habe eine – äußerst langweilige und sinnlose – Führung mitgemacht. Liebe VW AG, liebe Autostadt GmbH bitte mal eine Führung beim Daimler mitmachen und lernen.

Dann war ich im Museum (tolle Autos – auch Fremdfabrikare, wenig Erläuterung).

Auf Eines war ich stolz bis Augenpipi. MEIN Auto steht in MEINER Farbe als große Ausstellung unser „Meilensteine des VW-Konzerns“. Ich habe eine leichte Ahnung wie sich Vaterstolz anfühlen muss.

VW-Pfusch: Ein Modellauto oder irgendwas (Bücher, Fanartikel wasauchimmer) von meinem Meilenstein gab es jedoch nicht. Nicht mal von meinem neuen Auto! Ein Schlüsselanhänger mit „Polo“ – das war das komplette Angebot. Kann es sein, daß VW gerade fähiges Personal sucht? Huhu! Hier!

Warum ich mich drüber auskotze? Weil man einen 30€ Verzehrgutschein und einen 20€ Gutschein für den Souvenirshop bekommt.

Witz dabei: Der Zuberhörshop war wegen des Ladenschlußgesetzes geschlossen, der Heimambiente-Laden („Dekomüll“=Übersetzung für Kerle), war hingegen geöffnet.

Also bei -5 Grad und Schneefall habe ich keine legale Möglichkeit Winterreifen oder eine Flasche Scheibenwischwasch mitzunehmen, aber dafür ein geschmackvolles Deko-Ei, damit mein Schrotthaufen im Straßengraben zumindet Ostern auch gefunden wird.

Ich prangere das an. Ladenschluß abschaffen! Sofort!

Dann gönnte ich mir in der Brotbar ein Butterbrot, eine Käsestulle und
ein winziges Stück Butterkuchen.

Der Kuchen war gut, der Rest….na ja…das Guthaben musste weg.
Ich habe dort eine neue Beere kennen gelernt. Die „Jostabeere“ eine Kreuzung aus Johannis- und Stachelbeere. Ich berichte bei Gelegenheit wie es geschmeckt hat.

Tanken mußte ich auch (VW liefert nur mit 10l im Tank aus), dann zurück auf die Autobahn!

Da noch kein Radio eingebaut ist, habe ich mein Tablet zur Unterhaltung mitgenommen.

30 Sekunden Musik, 5 Minuten buffern. Nach etwa zwei Stunden habe ich aufgegeben. Die Heimfahrt war ätzend ohne Musik und ich erreichte langsam das Ende meiner Kräfte. Also raus und Einkehrschwung beim Burger King. Ist ja Supersonntag.

Hunger und Müdigkeit ließen mich meine Vernunft vergessen.

1x Long Chile
1x Chicken TS mit Bacon
kleine Pommes
Wasser

Ich war satt mir war schlecht. Eine Stunde später kam ich bei heftigem Schneefall zu Hause an. Natürlich hatte meine Mutter die Garage entgegen der Zusage nicht aufgeräumt (Grund: Ich habe mich nicht freiwillig zum mithelfen gemeldet). Also erst mal Müll verräumen. Der Tag war Wochen vorher bekannt. Ich hab mich sooo aufgeregt.

Der Neue ist schön, bis jetzt einfach zu bedienen, sehr übersichtlich und die Tankuhr ist nach 570 Kilometern immer noch auf 3/4voll. Was mir auffällt: Das Auto ist laut man hört das Nageln, man hört auch wenn sich der Turbo zuschaltet und Biodiesel darf ich auch nicht mehr tanken. Der Vorgänger hatte den gleichen Motor. Komisch.

Ich habe trotzdem den Eindruck mich richtig entschieden zu haben.

Dann bin ich heim und bin direkt wieder ins Bett, es war kurz nach 20 Uhr mittlerweile, um noch eine Serie zu schauen. Nach ca. 10 Minuten gingen bei mir die Lichter aus und bis zum Wecker um 5 Uhr auch nicht wieder an.

Heute früh bin ich dann mit dem alten Auto in die Arbeit gefahren.

Seufz, er wird mir fehlen der Kleine.

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