91,1kg und das Ritter-Sport-Einhorn-Desaster

Wie mir selbst und Euch angedroht habe ich gestern auf das Abendessen verzichtet. Siehe da, ohne etwas bemerkt zu haben wie, fehlen plötzlich 1600 Gramm von mir. Soll recht sein.

Heute gibt es Abendessen, ich koche Schinkennudeln überbacken. Der Schinken und der Käse sollten weg. Dazu gibt es Feldsalat. Der sollte nämlich auch weg. Morgen ebenfalls, zwar gehe ich zu Ralf Ruthe, aber ich mußte den Abend umdisponieren und werde nun mit meinen Damen etwas essen.

Das wird sicherlich besser klappen als die Einhorn-Aktion von Ritter Sport!

Einhornschokolade Pappschuber

Die Geschichte beginnt mit einer Marketingaktion des Schokoladenherstellers Ritter. Dort wurde eine Glitzerschokolade entwickelt, die in neutraler Verpackung mit einem Pappfolder aussenrum als „Einhorn-Schokolade“ vermarktet werden sollte.

Der Vertrieb sollte über den eigenen Onlineshop, den Ritter-Store in Berlin und den Fabrikverkauf in Waldenbuch laufen.

Sollte.

Der Onlineshop brach umgehend nach Verkaufsstart zusammen und binnen weniger Stunden waren die Shops ausverkauft. Ritter hatte die Schokolade in den sozialen Medien beworben.

Wieder einmal ging eine Marketingaktion in die Hose. Ich warte heute noch auf mein „Ritter-Sport-Olympia-Poloshirt“ welches ich dort mal gewonnen, aber nie bekommen habe. Auch der Fabrikverkauf hat wesentlich an Charme verloren.  Fast alles gibt es zum UVP und damit teuer als beim Edeka im Ort um die Ecke. Die Auswahl an MHD-Ware, Versuchsprodukten und vor allem Bruchschokolade ist viel viel kleiner geworden. Hinfahren ist nur noch etwas für die Umgebung und viellicht noch Kinder. Hier wurde mit dem Neubau das Konzept so richtig versenkt. Schade. Die Lindt- und Milka-Outlets in z. B. Metzingen oder Geislingen bietet mehr.

Nun sollte ein Neustart der Einhorn-Aktion stattfinden. Erstmal mußte Ritter die Zutaten für die Zweitauflage ranschaffen. Das ist nun gelungen, aber trotzdem wird es auf Weihnachten knapp. Wieder ging die Marketingmaschinerie in den sozialen Medien los, wieder mit Pannen. Die genaue Uhrzeit war nur bei Facebook und im Ritterblog zu erfahren.

Pünktlich zehn Minuten vor dem Verkaufsstart…

Natürlich geht der Shop seit nun 20 Stunden gar nicht mehr.  Auch nicht heute früh um 4:30 Uhr morgens.

Natürlich versucht man nun sich mit seiner „Masse an Fans“ aus der Affäre zu ziehen.

Klappt nur nicht.

Eltern mit Kindern im Ausnahmezustand, Einhornfans, Sammler und einfache Kunde wie ich sind stinkesauer!

Gewinner sind derzeit nur ebay-Verkäufer, die teilweise bis zu 40€ pro Tafel erzielen.

Das war absehbar, das war völlig unprofessionell. Man hat Kunden vergrätzt. Mal wieder. In den letzten Jahren hat die Marke auch durch Verfahren wegen angeblich künstlicher Aromen ganz schön Schaden erlitten. „Manager Magazin“ berichtet seit über zehn Jahren regelmäßig von internen Problemen und Personalwechseln.  Da liegt wohl mehr als ein Webshop im argen.

Demnächst dürfte es bei Ritter eine Vakanz im Onlinemarketing geben. Meine Kontaktdaten sind hier auf der Seite.

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