84,0kg und Zucker

Die Wissenschaft ist sich einig. Der Mensch möge sich gesund und vor allem ausgewogen ernähren, dann haben wir die Chance auf ein langes Leben.

Was jedoch „gesund“ und „ausgewogen“ ist, darüber kann man Religionskriege entfachen. Unser gewöhnlicher Standardzucker besteht meistenteils aus Saccharose, einem Kohlehydrat. Kohlehydrate bestehen wie sehr viele organische Stoffe aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff. Benzin besteht aus daraus.

Die Datenlage wie schädlich Zucker und auch die Zuckeraustauschstoffe sind, liegt etwa auf dem Niveau der Tabakstudien der 60er Jahre. Man weiß es ist nicht alles gut, man weiß zuviel ist ungesund und die Austauschstoffe…..na ja.

Die Industrie verdient mit dem weißen Stoff viel viel Geld, die Behebung der Schaden bringt ebenfalls viel Geld. Zahnärzte leben davon, Diätologen und die ganze Diabetesindustrie erst. Da hängen Arbeitsplätze und Steuern dran, ebenso wie sozialkassenverträglich frühes Ableben.

Wie sieht es denn mit den Austauschstoffen aus? Aspartam, früher unter dem Markennamen „NutraSweet“ vermarktet, hat zwischenzeitlich auch einen schwer beschädigten Ruf und steht seit Jahren im Verdacht für diverse Krankheiten verantwortlich zu sein.

Das Thema ist schier unendlich und bei näherer Recherche auch ganz schön unappetitlich. Ich werde in den kommenden Monaten immer mal wieder auf Einzelaspekte eingehen und die Thematik von verschiedenen Sachen beleuchten.

Einige gesicherte Erkenntnisse kann ich aber schon mal abgeben:

Rund 80% aller industriell hergestellten Lebensmittel haben irgendeinen Zucker drin. Klar, ist billig, gut für den Geschmack und beeinflußt die Haltbarkeit. Das gilt insbesondere für pikante Lebensmittel. Filmemacher Morgan Spurlock hat in seinem Film „SuperSize me“ genau zwei Lebensmittel im McDonalds-Sortiment ohne beigefügten Zucker gefunden. Eins davon war Mineralwasser, das andere isst dort keiner…

Lobbyverbände verhindert seit Jahrzehnten, daß die WHO einen Richtwert vorgibt. Da künstlich beigefügter Zucker vom Körper in keinster Weise benötigt wird, ist äußerste Zurückhaltung geboten. Die Kohlenhydrate in normal-ausgewogener Ernährung (z. B. Obst, Gemüse, Nudeln, Fleisch) reichen. Das gilt besonders beim Abspecken. Blutzuckerwerte, welche Achterbahn fahren begünstigen die Einlagerung von Fett und Heißhunger. Beides schlecht für das große Ziel.

So bleiben neben Honig und Ahornsirup noch der Agavendicksaft und kalorienlose Ausstauschstoffe wie Xylit, Erythritol und Stevia. Stevia wird in der EU sehr kirtisch gesehen, in Japan ist der Stoff aber einer der Standardzuckeraustauschstoffe und dieser Menschengroßversuch brachte bisher keine Auffälligkeiten.

Ich habe eine Seite im Netz gefunden, die man mit kritischem Auge betrachten muß, aber wertvolle Hinweise zum Thema Zuckerersatz gibt.

Bisher habe ich mit Stevia gearbeitet (gut im Tee, doof zum Backen) und mit Eythritol (teuer, gut zum Backen, aber schmeckt irgendwie seltsam).

Fazit:

Fertig zubereitete Lebensmittel sind kritisch. Der Inhalt des Produkts ist der Reihenfolge der prozentualen Inhaltsmenge angegeben. Nehmen wir an ein Produkt besteht zu 30% aus Zucker und zu 25% aus Milch. Kauft ja keiner…. Also wird der Zucker aufgeteilt in Milchzucker, Saccharose, Fructose, Dextrose und Maltodextrin. Zack, steht der Zucker ganz hinten. In Milchzucker steckt ja das Wort „Milch“ drin, also sicher volldoll gesund.  „Fructose“ ist ja aus Früchten (volldoll natürlich), Dextrose ist Traubenzucker (Dextro Energy! Sicher auch superdoll gesund! Das bekommen sogar Kinder!) So schnell wird aus einem pappsüßen Gebräu ein supergesundes Kinderprodukt. So wertvoll wie ein kleines Steak.

Da man als Laie kaum die Tricks der Industrie durchschauen kann, ist es sinnvoll mehr selber zu kochen und nur im Notfall auf Fertigmampf zurückzugreifen. Das gilt ganz besonders für banale Dinge wie Fruchtjoghurt und Müsli.

 

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