88,2kg und die Lebkuchenstadt

Die letzten Nachwehen meines Infektes sind nun am abklingen, ich bin wieder voll da. Das Essen läuft zwar derzeit sehr diszipliniert bei mir, aber es ist Schälnusszeit und einen erheblichen Anteil meiner Kalorien nehme ich in Walnussform zu mir. Damit hat sich zwar nicht die Menge der aufgenommenen Kalorien erhöht, aber die Zusammensetzung der Nährstoffe hat sich gefährlich von Proteinen hin zu Fett verschoben. Dazu kommt, daß sich mein Heißhunger heimlich zurück gemeldet hat.

Die beste Gattin hat mich (zu spät und hinterher natürlich) drauf Aufmerksam gemacht, daß ich ihr am Samstag so viel von ihrem Teller gemopst habe, daß sie nach dem Essen noch Hunger hatte. Mittags UND Abends! Ich hingegen war zwar satt, habe aber natürlich mehr zu mir genommen als erwünscht.  Auch die Nüsse bleiben mir, sie isst aktuell keine. Alles meins:

Gestern waren wir noch im Lebkuchen-Werksverkauf. Berechtige Frage: Warum bloß?
Ja, ich komme aus DER Lebkuchenstadt (Nein, das ist nicht Nürnberg…die haben nur das bessere Marketing).

Morgens riecht es draußen nach Lebkuchen, fast jeden Tag. Als Neu-Ulmer wächst man damit auf, der Fabrikverkauf ist einer der wenigen Attraktionen der Stadt:

Die Gattin muß entsprechend in der Saison immer ihre Freunde, Kollegen und Familie mit frischer Ware ausstatten. Das sieht dann so aus:

Der Großteil davon gehört uns nicht, aber wir kaufen für uns selbst immer mehr ein als wir eigentlich wollten. So auch gestern. Bei meinen Gewichtswerten bleiben die Packungen erst mal zu. Ich mag mich gar nicht im Spiegel anschauen.

Es ist echt übel einen permanenten Kampf gegen sich selber zu führen. Ich werde Anfang November mit meinem Arzt drüber reden, vielleicht hat der ja eine Idee, der Gattin geht es ähnlich, sie jammert auch. Kommende Woche finden in meiner Heimat Medientage statt, ich helfe bei der Organisation, habe einen Vortrag und bin auf nicht weniger als VIER Abendessenstermine eingeladen uuuund am Samstag nächster Woche bin ich auch noch auf eine Hochzeit eingeladen vor der ich mich nicht drücken kann. Ich habe es probiert. Im Prinzip darf ich kommende Woche eigentlich gar nichts essen, zu dem ich nicht eingeladen wurde, will ich nicht wie an Weihnachten mein Hemd sprengen und meine Ziele noch ein Stück weiter entfernen.

Das kann ja was werden.

Heute ist erst mal Stammtisch, in einem Lokal ohne vernünftige Bewirtung. Wenigstens das sollte alle Verführungen ausschließen und mich morgen unter die 88-Kilo-Marke bringen. Kleine Schritte führen auch zum Ziel.

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