86,1kg und ich fühle_mich_Fett

Ich weiß nicht was mit meinem Körper wieder los ist.
Ich hatte ja mir ja schon gedacht, ich bin heute einen Tick schwerer.

Aber 800 Gramm mehr, das hat mich umgehauen. Sicher, morgen ist wieder was
davon weg,
insgesamt sind in zwei Tagen 1,4kg dazugekommen und das ist arg heftig.

Ich bin auch merklich fetter geworden. Da meine W34-Hosen immer noch
körperbetonter sind
als mir lieb ist, fällt mir auch was auf: In den letzten zwei tagen sind
die Hosen deutlich enger geworden.

Konkret am Bauch und an den Oberschenkeln ist definitiv was dazugekommen.
Lagere ich mein Wasser
etwa nur an den zwei Stellen ein? Habe ich im Fitness zuviel Bauch und
Schenkel gemacht? Was soll das?

Es nervt mich!

85,3kg und was passiert danach?

Gestern war ich erstmal seit einer Woche sporteln, dass treibt immer zwei
Tage das Gewicht hoch.
Morgen dürfte es nochmal einen Tick mehr sein. Egal….

Heute fällt mir das alles wieder sehr schwer, ich habe Appetit ohne Ende
und wurde bei meinem Mittagessen nicht satt.

Ein Blick auf den Kalender zeigt mir, daß es nur noch 17 Tage bis zum Ende
sind.

Das ist schnell vorbei. Ich werde also irgendwo um 83kg landen. Auf einen
Tacken mehr hatte ich gehofft.
Ich habe das meinige getan. Mehr kann ich von mir nicht verlangen.

Für mich stellt sich die Frage: Wie mache ich danach weiter?

Ich habe Urlaub und noch dazu 100 Tage auf Schnitzel, Burger King,
Süßigkeiten und meinen Lieblingsitaliener verzichtet.
Ich habe Nachholbedarf. Ich möchte aber auch nicht in alte Muster
zurückfallen.
Ich stufe mich da als gefährdet ein.

Keine Ahnung was ich nach dem Termin machen soll. Weiter? Gemäßigt weiter?
Gar nicht weiter?

Fragen über Fragen – Keine Antwort….

84,7kg und das Wort zum Montag

Der Wochenüberblick erfreut den Statistiker: 2,7kg weg, oder wie eine
Frauenzeitschrift titeln würde:

5 Pfund in 7 Tagen und soviel essen wie sie mögen!

Millionen von Jahren war die „Rubensfigur“ ein Zeichen von Begehrtheit,
Ansehen und Wohlstand.
Seit 50 Jahren nicht mehr – dumm gelaufen

Samstag war ich ja noch einkaufen, was ich da gesehen habe war klischeehaft
typisch.
Eine Mutter mit ihrer zirka 12,13,14jährigen Tochter.
Beide adipös (das medizinische Fremdwort für FETT).
Wie ich der (weil gebrüllten) Unterhaltung der beiden entnehmen durfte
stammen beide aus einer Schicht,
die – je nach politischer/religiöser Einstellung – als sozial
unterpreviligiert oder asozial oder Prekariat bezeichnet wird.
An der Kasse habe ich die beiden wieder getroffen. Wieder brüllten beide,
deswegen fielen sie mir gleich auf. Ein Blick in deren Einkaufswagen
bestätigte die billigsten Klischees.

Kein einziges natürliches Vitamin, die Tiefkühlpizza war noch das
Gesündeste im Korb.
Ich habe ja schon berichtet, das gesunde Ernährung manchmal unanständig
teuer ist und Dreck oft billig.
Ich habe vollstes Verständnis, wenn man dabei sparen muß und auf
Discountprodukte zurückgreift.
Ich habe vollstes Verständnis das die paar Euro vom Hartz-Amt für maximale
Einschränkung sorgen.

Solange es aber noch für eine Stange Tawa-Zigaretten und Kanisterrotwein
reicht, sollte es auch für Obst reichen.
Wer zahlt die Folgen der Kombination
Übergewicht-Alk-Zigaretten-werweißwasnoch?

Wir!

Eigentlich sind die Eltern dafür zuständig, daß sich sowas bei den eigenen
Kindern nicht wiederholt.
Natürlich ist auch deren Reichweite beschränkt, noch dazu wenn die Eltern
in der Unterschicht sind.
Aber es gibt ja noch die Schule. Die soll ja alles richten was Eltern so
verbocken

Wie war das bei mir? Meine Eltern (keine Unterschicht!) haben sich redlich
bemüht mir ihr Wissen
zu vermitteln und mich ausgewogen zu ernähren. Dies wurde nicht wenig vom
Fernsehen (fünf Programme)
und Freunden konterkariert.

Das gabe es aber noch die Schule. Ich war auf zweien. Beidesmal wurde ich
von einer Lehrerin
unterrichtet, die man heutzutage als Ökotussi abtun würde. Beide gaben mir
folgende Lehre mit:

Weizenkeim und Vollkorn – gut!
Faulige Ökoäpfel, Matetee und alles was die Rebellen in Nicaragua
unterstützt – gut!

Alles was lecker ist – bäh!

Meine Kochkünste habe ich nicht aus diesem Unterricht, mein
Ernährungswissen mühsam
recherchiert und am lebenden Objekt ausprobiert. Leider machen sich wenige
die Mühe.

Was erzählen die Lehrerinnen heute? Trennkost? Glyx-Diät?
Brigitte-Ernährung?

Ich weiß nur, es wird wieder viel Blödsinn dabei sein
und trotzdem ist es für viele das einzige Mal im Leben,
daß sie zumindest mal kurz darüber nachdenken was sie alles in sich
reinstopfen.

Traurig!

84,9kg und das Essen im bequemsten Restaurant

In welchem Rstarant bekommt man eine erlesene Speisekarte, einen superben Service und Premiumküche zum unschlagbaren Preis?

Richtig! Im „chez Parents“ (bei den Eltern). Französisch hört es sich aber besser an und man hat mehr Spaß mit Sprachunkundigen.

Es gab folgendes Menü:

Frisch gebackenes Kräuterciabatta

gebratene Putzenschnitzel mit Kräutern der Saison gefüllt mit Büffelmozzarella und frischen Steinchampignons

Original italienischer Espresso

Getränke:
Überkinger Mineralwasser
Sanddornschorle sauer

Na da läuft einem doch das Wasser im Mund zusammen, oder?

85,7kg und das Anregen des Stoffwechsels

Der gestrige Abend verlief sehr nett und glücklicherweise blieb mir das Eiscafé und somit eine große Versuchung erspart. Wir gingen in einen Studententreff, der für seine extrem leckeren Speckbaguetts bei mir bekannt ist.

Gestern bekam ich hier den Ratschlag (ja, ich lese die) doch mal meinen Stoffwechsel in Gang zu bringen. Wie bringt man den einfacher in Gang als mit einem Speckbaguette belegt mit Käse und scharf gewürzt mit Paprika? Genau, mir fiel auf die Schnelle auch nichts ein.

Dann mal reingehauen. Es war nicht mal eine große Sünde. Kalorientechnisch war das durchaus drin. Ich war tagsüber sehr zurückhaltend – zumindest essenstechnisch.

Jetzt mache ich mich gleich tageslichttauglich und gehe dann einkaufen. Kann sein ich sportle heute noch, kann aber auch sein ich spare mir das. Ich fühle mich heute allgemein gefrustet. Die Strapazen der vergangenen zwei Wochen und die Schlaflosigkeit haben meinen Akku gut geleert, der Getriebeschaden mein Bankkonto. Vielleicht gehe ich nachher noch in einen Elektroladen zum bummeln.

Der Elektroladen ist das Schuhgeschäft des Mannes.

85,7kg und ich sagte es doch….

Das Mini-JoJo geht weiter. Ich dachte mir schon, daß heute was fehlt. Ich hatte es im Gefühl.
Meine essgestörte Kollegin hätte gesagt:
„Ich habe mich gestern „schlank“ gefühlt.“

So vieles, daß die immer erzählt hat kann ich so langsam nachvollziehen.

Die Statistik liest sich nicht schlecht. 16,1 Kilo fehlen jetzt, rund 16% meiner Gesamtmasse sind verschwunden. Damit kann ich leben.

Die nächsten Tretminen lauern schon wieder. Heute bin ich von meiner Ex-Azubiene ins Eiscafé eingeladen (um 18.30 Uhr auch noch – Abendessenszeit!)
und am 22. findet ein Firmeninternes Grillfest statt.

Das ist zuviel!

Das Grillfest habe ich abgesagt. Es geht deutlich über meine Nerven selbst nichts -gar nichts- von den angebotenen Speisen essen zu dürfen und dann noch meinen Kollegen beim verspachteln von Spanferkel, Rote, Gyrosspießchen,
Schweinekotelett, eingelegten Steaks, Kartoffelsalat, Grillkartoffeln usw. zuschauen zu müssen.
Spätestens da wäre meine gute Laune perdu.

Ich habe abgesagt und mir Kritik zugezogen. „Das gehört sich dort zu sein“.

Einen Tod muss ich sterben, ich sterbe ihn lieber schlank.

%d Bloggern gefällt das: