80,7kg und der letzte Stand der Ernährungswissenschaft

Manche lernen erst durch Schmerz und manche auch dann nicht. Ein Journalist, 40 Jahre, regelmäßiger Freizeitsportler, Nichtraucher, gelegentlicher Alkoholkonsument mit leichtem Bauchansatz war joggen, griff sich ans Herz und fiel um. Noch im Krankenwagen schwor er sich seine Ernährung zu überdenken.

Der Journalist fing als das Recherchieren an und begann Studien zu wälzen. Dann Meta-Studien, dann Meta-Meta-Studien und am Ende Volksgruppen und warum sie so sterben wie sie eben sterben.

Ich war so frei und habe sein umfangreiches Werk für diesen Blog gelesen und hier kommt der Inhalt:

Der Proteingehalt an der Gesamternährung muß hoch sein, allerdings nicht zu hoch und vorwiegend pflanzlich. Unser Körper braucht Proteine und je mehr er bekommt umso schneller ist er gesättigt. Okay, er ist deswegen schnell gesättigt, weil ein Überschuß an tierischen Proteinen unseren Körper schneller altern läßt und typische Alterskrankheiten hervorruft. Pflanzliche Proteine, zum Beispiel aus Soja, führen zum Ausbruch von Allergien wenn diese Veranlagung genetisch besteht. Ab wann aus „viel“ „Zu viel“ wird ist bei jedem Menschen anders. Auch verträgt nicht jeder jedes Protein. Weisse Bohnen, Sojabohnen, Gefügel oder Fisch haben unterschiedliche Proteinkombinationen. Jeder verträgt nicht alles gleich gut. Vor Fisch ekelt mich zum Beispiel. Mein Körper weiß warum. Von Soja bekommt meine Tante übelste Bauchschmerzen. Ich nicht.

Fette haben ein Negativimage. Grund ist die extreme Energiedichte von 9kcal./gr. Als Sättiger sind sie nur bedingt geeignet, als Geschmacksträger und billige Energiequelle werden die in der Industrie gerne und reichlich verwendet. Das Rechercheergebnis war, man möge ungesättigte Fettsäuren bevorzugen und ansonsten eher sparsam sein.

Auch bei den Kohlehydraten waren die Ergebnisse nicht eindeutig. Zuviel Zucker ist doof, auch Süßstoffe sind…na ja..so..la…la…langkettige Kohlenhydrate sind eher besser.

Eindeutig ist, daß die individuelle Zusammensetzung aus Makronährstoffen und dem ganzen Kleingedöns sehr viel ausmacht. Was ist jetzt die richtige Zusammensetzung und wie erreiche ich die?

Da muß man sagen, daß erst ein befriedigender Gesundheitszustand erreicht werden muß, bis man sich da Gedanken drüber machen sollte. Eine optimale Zusammensetzen dient zum Erhalten eines bestmöglichen Gesamtzustandes und nicht zu dessen Erreichung. Dazu dient ja das Abspecken.

Wie kann man vorgehen? Was ist die Erkenntnis daraus? Das es Arbeit ist und „jeder Jeck anders“!

Es schadet mal nicht sich aufzuschreiben was man zu sich nimmt. In einer passenden App wie FDDB-Extender oder vergleichbaren anderen Programmen/Seiten. In heutigen Zeiten kann kein Mensch ohne Hilfe genau sagen was er für Nährstoffe wann zu sich genommen hat. Weiß ich wie dieser Rohschinken auf meinem Brot (oder das Brot!) verarbeitet wurde? Hab ich Bock auch noch zwei Mal die Woche ein Brot zu backen, zu buttern und einen Schinken zu räuchern? Ja wohl im Leben nicht! Auf Schinkenbrot lebenslang verzichten? Bin ich doof, oder was? Nach einem Monat disziplinierter Dokumentation eines typischen Monats (Ich würde halt nicht gerade Weihnachten nehmen) hat man einen guten Überblick was man sich antut. Wenn z. B. Kochsalz zehnmal mehr als empfohlen drinsteht, weiß man was falsch läuft und woher das kam.

Aus diesen Daten kann man dann alleine oder mit einem Fachmann einen Plan erarbeiten. (Ich sagte doch es ist Arbeit, aber die Alternative wäre auf einen billigen Pfleger oder ein schönes Grab zu sparen. Egal, was einem Kranke erzählen: Diabetes, Stoma, Krebs, Herzinsuffizienz, Schlaganfall usw. sind SCHEISSE! Immer!

In Mitteleuropa stirbt man nicht an Auto oder Islam, man stirbt immer noch an dem was man konsumiert.

Eine Erkenntnis sei aber weiter gegeben: Es ist eine gute Idee sich mit Lebensmitteln etwas auszukennen und in der Lage zu sein, einfache Gerichte selbst zuzubereiten. Ein frisches und auch frisch gekauftes Material ist vorzuziehen. Es bringt auch niemanden um mal zum Mäckes zu gehen. Es ist der langfristigen Gesundheit aber zuträglich, Junkfood auf einmal in zwei Wochen zu beschränken und die Sünden insgesamt….wie sagte Martin Luther so richtig….?

„In der Woche Zwier schadet weder ihm noch ihr“

Ich finde das auch an einigen anderen Stellen eine gute Vorgehensweise für ein langes und gesundes Leben.

Der Journalist isst jetzt mehr Pflanzen, kocht selber, monitort seinen Verbrauch und macht einen Bogen um Junkfood und joggt wieder. Wirklich verzichtet hat er nur auf Hot Dogs. Seit er gelesen hat was drin ist ekelt es ihn.

 

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