99,9kg und Rekonvaleszenz

Die Muskeln in meinem Rücken sind immer noch verspannt. Das schmerzt und lagert Wasser ein.

Meine Innereien haben immer noch ein unerwünschtes Eigenleben, aber ich komme klar.

Wenigstens hat sich die Waage erbarmt ein zweistelliges Ergebnis anzuzeigen. Am Auto ist mehr kaputt, ich werde nächste Woche einige Tage verzichten müssen, aber alles nicht so schlimm. Morgen und am Donnerstag habe ich Therapie, dann geht es mir wieder gut und Ende nächster Woche ist das Auto auf wieder fit, dann sollte der Spuk vorüber sein.

Gestern hat mich mein Hirn wieder über hinter die Lampe geführt. Am Samstag habe ich einen Eimer (wirklich!) mit kalorienarmen Knabberzeug gekauft. Es sieht aus wie Fischfutter. Dieser stand gestern neben dem Fernseher. Ich brauchte etwas herzhaftes zwischen die Beißer. Keine halbe Stunde später war der Füllstand erheblich gefallen und mir schlecht. Ich habe die Kalorien nicht nachrechnen können, aber das mit „aus dem Eimer essen“ kann ich künftig nicht mehr machen.

Ich esse aus dem Eimer mehr als ich will, sollte und vertrage! Das ist meine heutige Erkenntnis.

107,1kg und ich bin wieder da!

Seit fast 10 Jahren gibt es diesen Blog. Das erinnert mich immer wieder daran, wie lange ich schon nicht mehr rauche. Es erinnert mich aber auch daran, wie lange ich schon an meinem Körper mehr oder weniger erfolglos herumdoktere. Zahllose Seiten geben wir Auskunft über alle, letztlich vergeblichen, Versuche. Kaum sieht es gut aus, so fliegt mir ein Stöckchen zwischen die Füße und ich liege auf der Schnauze. Werfen wir doch ein Blick darauf wie es wieder so weit kommen konnte.

2015 war ein Scheißjahr. Nein, ein schöneres Wort fällt mir nicht ein.

Der Unfall von 2014 und seine Folgen beschäftigen mich bis heute und auch 2016 wird sich nichts daran ändern.

Dazu kamen diverse Probleme mit meinen Innereien und bedingt durch wiederkehrende Alpträume (vom Unfall) kam dann auch seelisch einiges zusammen. Die zwischenzeitlich erfolgreichen Therapien wurden mir nach und nach gestrichen. Warum? Die Einen weil es mir ja angeblich besser geht, die Anderen weil sie ja angeblich nichts brachten. Eine sehr erfolgreiche Therapie, wegen der Gesetzeslage.  Deutschland im Jahre 2015. Spaß mit Kassen, Ärzten und Ämtern. Aber was solls, ich kann ja wieder arbeiten und mehr soll ich ja nicht können. Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, ich steigere wieder das Bruttosozialprodukt. Meine brav eingezahlten Beiträge bekommt dann solidarisch jemand der nicht einbezahlt hat, aber mich dann danach mit seinen neuen Zähnen angrinst. Juppie. Es macht Spaß.

Die langwierige Rekonvaleszenz nach der Infektion mit ausdrücklichem Abnehmverbot, die mangelnde Bewegung, die durchwachten Nächte und die daraus resultierenden seelischen Durchhänger haben mich auf ein neues Höchstgewicht gebracht. Keine Hose, kein Hemd, kein Sakko passen mehr. Sodbrennen fast rund um die Uhr.

JETZT REICHTS!

Heute geht es wieder los. Ich habe mir vorgenommen bis 31. September 2016 abzunehmen. 27,2 Kilo wäre traumhaft – ich akzeptiere alles über 20 Kilo. Das sind in Kalorien gerechnet 82 Stück Butter die es einzusparen gilt.

Meine liebgewonnene blog.de-Community steht mir auch nicht mehr zur Seite. Die haben die Seite einfach dicht gemacht.

Ich mache es dieses Jahr wieder so wie die Jahre zuvor. 1000 kcal pro Tag, Gemüse und kalorienarme Getränke zählen nicht. Samstags wird „normal“ gegessen. Das dauert zwar dann länger, ist aber durchhaltbar.

Ich habe zwei neue Apps auf dem Handy. „Scaless“ und „Überwache Dein Gewicht“. Mal sehen welche sich durchsetzt. Ich werde Euch berichten.

Drückt mir die Daumen!

82,3kg und noch länger frei

Da ich Montag nochmals gründlich untersucht werde, hat mir mein Chef frei gegeben. Nett von ihm, nicht?

Heute stehen wieder Therapiestunden auf dem Plan. Um 9.45 – der erste Termin des Tages. 16.40 Uhr der letzte Termin. Freitag beginnt alles schon um 8 Uhr. Kranksein ist Streß.

Schlafen war heute wieder schlechter, ich bin um 5 aufgewacht und konnte nicht mehr lang einschlafen, also habe ich so 5:30 Uhr aufgegeben. Hat man auch mehr vom Tag.

Heute gibt es irgendwas mit Spätzle. Die müssen weg.

Oma immer noch stabil.

81,5kg und übernommen

Der Einsatz gestern war ein Fehler. Ich bin um 21:20 Uhr erst zu Hause gewesen und hatte schon wieder die Körperhaltung des berühmten Glöckners.

In der Nacht fand ich kaum Schlaf, ich wußte schon nicht wie ich liegen soll. Keine Position war gut genug. Nun, früh um 7:30 Uhr habe ich mich dann, nachdem ab 3 Uhr früh Aufstehen wegen der Schmerzen angesagt war, in die Klinik begeben. Dort wurde ich den ganzen Vormittag lang auf Rücken und Nacken untersucht und dann direkt mit einem Plan zur Therapie geschickt und mich erst mal eine weitere Woche aus dem Verkehr gezogen. Die Physio habt mich dann fast den ganzen Nachmittag lang bearbeitet.

Danach kam das erste Essen des Tages: Zwei trockene Brezeln mit etwas Orangensaftschorle.

Dann rief der Gutachter meines Autos an, er wolle es sehen. Ich fuhr hin, der Termin dauerte über eine Stunde. Ich kam gerade noch vor meiner Mutter heim. Dann gabe es gerillte Feuerwürstchen in einem frisch gebackenen Baquette, innen mit Tzatziki bestrichen und frischen geschmältzten Zwiebeln belegt. Hört sich so lecker an wie es war. Dabei kam eines dieser Brötchen mit auf rund 350-400 kcal. wir waren beide pappsatt. Morgen mittag gibt es die Reste.

Oma geht es besser.

83,2kg und nochn doofer Tag

War gestern „alles doof“, so setzt „heute“ noch mal was drauf.

Erster Arbeitstag, Chefgespräch, unschöne Mails und in der Post zwei Rechnungen, die ich niedriger eingeschätzt habe.

Dafür spüre ich immer noch jeden Wirbel vom Nacken bis runter und die Muskulatur wird auch immer verhärteter. Heute habe ich sogar eine der Prellungen gespürt.

Dafür starten heute diättechnisch die Mehr-Disziplin-Wochen. Ich muß meine Ziele erreichen bevor mich Weihnachten erreicht.

83,6kg und der letzte Tag

Heute ist mein letzter Tag im Krankenstand. Na ja. Gewesen.

Dreimal Therapie, jetzt bin ich therapiert. Aber wie.

Zu Essen gab es heute wenig. Ich hab mir ein Hilcona-Menü (meine älteren Leser kennen es noch) selber gebastelt. Das war das Mittagessen.
Heute früh gab es einen Bissen Müsliriegel, leider war er ranzig.

Mal sehen. Ich glaube ich werde mir heute zu Abend nichts mehr machen. Hab keinen Bock dazu. Microwellenpopcorn reicht. Dann habe ich versucht einen kaputten Schalter zu reapieren und eine Lampe anzuschließen. Zweimal Fail. Ich bin zu dumm dafür. Wenigstens aber intelligent genug es zu merken. Auch was wert.

Heute hat mich die Firma nicht mehr belästigt, dafür habe ich eine Einladung zu einer Vernissage bekommen. Glücklicherweise verbietet mir die Krankschreibung den Besuch. Da ist wieder die regionale Prominenz da, auf die habe ich geschlossen keinen Bock. Wenn ich Arroganz im Maßanzug und schlecht operierte Trophäenfrauen treffen will, dann kann ich auch arbeiten gehen. Die Hälfte kann Rembrandt und Weinbrand nicht unterscheiden, Hauptsache adabei und was zu trinken.

Seht ihr, wenn ich noch auf meine alten Tage was reissen will, dann sollte ich hingehen, charmant sein, gestylt und den Typen in den Arsch kriechen. Igitt. Danch würde ich stundenlang Duschen müssen um den Ekel von mir abzuwaschen. Was das angeht: Aktuell sehen meine Hände wieder schlimm aus. Rot. Wund. Aufgeplatzt. Nicht mal das Cortison hilft.

Ich wurde oft gefragt ob ich seit dem Unfall psychische Probleme habe. Nein. Aber eine Erkenntnis: Der Job ist das Risiko nicht wert. Mein Disziplinarvorgesetzer blockiert mein Homeoffice seit über zehn Jahren. Jetzt werde ich ihm mal etwas Arbeit machen.

84,2kg und Erholung

Ich darf erfreulicherweise von Entspannung an allen Fronten berichten.

– Oma geht es besser und sie darf morgen heim!

– Mein Auto wird heute fertig repariert! Eben kam ein Brief von VW: Mein Auto wird zurück gerufen. Irgendwas an einer Klappe. Kleinkram. Dummerweise erreiche ich meinen Meister nicht.

– Mir geht es heute schon spürbar besser!

Das mit dem Gewicht haut immer noch nicht hin. Kommt Zeit….

Heute steht auch noch Therapie an. Diese Verletzung macht ganz schön streß.

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