84,4kg und das nächste Kapitel

Welcher Idiot programmiert die Schaltflächen „Alles speichern“ und „alles löschen“ direkt nebeneinander? Keine Ahnung, aber er arbeitet für Adobe!

Bisher lief das Weihnachtsfest wie erwartet. Die Bescherung ist weitestgehend vorbei, die von mir Beschenkten haben sich gefreut, ich habe mich auch gefreut, die Besuche verliefen bisher harmonisch-festlich. Für das kommende Jahr suche ich einen neuen Würstleslieferanten, ich war diesmal nicht überzeugt. 2018 nehme ich dann die Tipps der Ulmer Piraten her. Da stehen zwei zur Auswahl, ich teste vorher.

Meinem Kopf geht es soweit gut, danke der Nachfrage. Gattin hat ein Foto geschossen, welches ich aus Ekelgründen hier nicht poste. Wer es sehen will: Ich maile auf Verlangen.

Mein Gewicht macht mich unzufrieden, wenigstens ein Pfund weniger wäre erwartet gewesen. Egal. Ist Weihnachten, das heißt es für einen Abspecker „nur mit blauem Auge durchkommen“.

Das wird heute schwer, es steht das traditionelle Gansessen an. Damit ich wenigstens irgendeinen Chance habe, beschränke ich das Frühstück auf eine geringe, fettarme, aber kohlenhydratreiche Menge die eine Grundlage für das ganze Fett am Mittag liefern soll. Auf nüchternen Magen geht das nicht. Die Gans wäre bis zum Nachmittag wieder in der Keramik. Das wäre eklig und Verschwendung.

Natürlich wird auch das Abendessen entsprechend auf das aller Notwendigste zur Bauchwehvermeidung reduziert. Der nächste Hammer kommt ja dann schon morgen, das große Familienessen mit 18 Personen und Kuchen danach.

Man hat es nicht einfach, so als Abspecker an Weihnachten.

83,0kg und Schoko-Attacke

Mit Schokolade halte ich es wie viele Frauen. Ich esse wenig bis nichts, aber mindestens einmal im Monat kommt es zu einem Exzess.

Wie man weiß, ist Schokolade ein Stimmungsaufheller und wäre schon längst verboten wenn die Regierung objektiv in ihren Verboten wäre. Kein Wunder, wenn daher der Verbrauch in der dunklen, kalten Jahreszeit ansteigt. Mein Problem ist eher, daß ich von meinen Lieben und „Nichtsolieben“ reichlich beschenkt werde. So bekam ich von der Gattin und der Mutter je einen. Das ist eine lieb gewonnene Tradition. Früher bekam ich von Oma auch einen, aber die wurde vor ein paar Jahren zu bequem dazu.

Jetzt wurde das inflationär mehr. Ich bekam von einer anderen Abteilung einen und heute auch noch von meinem Chef. Jetzt kommt mein Schokokonsum langsam in eine Größenordnung, die diätrelevant ist. Hm. Was tun?

100gr. Schoko haben rund 550kcal. Wenn ich alles zusammenzähle sind das bestimmt 30 Gramm, also so um die 200kcal., welche ungeplant zusätzlich anfallen und an anderer Stelle eingespart werden wollen.

Bloß wo?

Hm. Die finde keine unschmerzhafte Lösung. Wenn ich eine weitere Verlangsamung einplane, reden wir hier von 250 Gramm noch weniger Abnahme pro Woche. Damit liegen wir dann bei ungefähr….. NULL!

Schlechte Vorzeichen, wenn ich die Weihnachtsfeiertage, die beruflich bedingten Weihnachtsessen einrechne und auf den Christlkindlesmarkt möchte ich auch ganz gerne mal. Hm.

Oh Oh.

Ansonsten ist der Arbeitsanfall normal für die Jahreszeit. Meine Männergrippe reduziert sich mittlerweile auf nervigen Husten.

Vom Nokia Thermometer gibt es auch was Neues. Die Gattin schafft es nicht sich zu verbinden. Nach Prüfung meinerseits: Fehler liegt bei der App, nicht bei der Gattin. Mal sehen ob es sich um einen temporären Fehler handelt.

Ansonsten merke ich heute wieder das Alter. Ich mußte gleich drei (!) Arzttermine ausmachen. Juhu.

92,7kg und Überfressen

Zu viel. Mir ist schlecht. Ich habe schlecht geschlafen. Es war zu viel.

Das Frühstück gestern war auch schon selbstgebackene Brezeln, zu Mittag dann KFC, bei den Schwiegergroßeltern dann die erste unplanmäßige Torte, bei den Schwiegereltern dann die zweite unplanmäßige Torte.

Schon danach war mir schlecht.

Beim gemeinsamen Abendessen mit Muttern und Oma gab es dann Würstchen mit Kartoffelsalat.

Danach wurde dann die Bäckerei auf den Tisch gestellt. Ich wollte nur mal von jedem ein Stück probieren.

Als wir ins Bett gingen war mit Schlecht. Ich konnte kaum schlafen, das ist die gerechte Strafe!
Heute früh bin ich immer voll und mir ist etwas schlecht.
Zwei Kilo mehr sind das Ergebnis. Ganz toll!

Heute sieht der Plan so aus:

Skyr als Frühstück, zu Mittag dann Familienessen, Kuchen wird eingespart am Abend dann Reste von gestern.

Heiligabend selber war sehr schön, die beste Ehefrau von allen geht mit mir in die Arroganzarena zum Spiel Sechzig gegen den KSC. Ich habe mich sehr gefreut.
Mit Mutter gehen wir in die Wilhelma, mal sehen wann die Löwenfütterung so ist.

Oma bekam einen neuen Kalender, ein Sixpack Bier und ein neues Handy.

Wir bekamen von Oma das hier.

Was ziemlich genau gleich wie 2015 und 2014 war. Sie schämt sich nicht mal dafür.
Mit Demenz oder so hat das nichts zu tun, mehr mit Bösartigkeit. Es geht darum den anderen das Fest zu verderben.

Hat sie auch nicht geschafft.

Frohe Feiertage.

79,5kg und frohe Weihnachten

So Leute, das wars mal wieder für dieses Jahr.

Ich wünsche schon mal frohe Weihnachten und einen guten Rutsch.

Diese Abspeckaktion war die längste Diät in meiner Abspeckgeschichte.

Erst mal die technischen Daten:
Dauer: 118 Tage
Startgewicht: 100,4 Kilo
Zielgewicht: 79,9 Kilo
Erreicht: 79,5 Kilo
Macht: 20,9 Kilo Gewichtsverlust (durchschnittlich 1,3Kilo/Woche)

Das sind 135.850 eingesparte Kilokalorien, umgerechnet 271 Tafel Schokolade, oder 151 Pizzas, bzw. 200 Tüten Zweifel-Chips-Inferno, die wiederum 6793 Scheiben „Wasa Crisp & Light“-Knäckebrot entsprechen. Umgerechnet in Whopper sind das 184 mit Käse (aber ohne Pommes).

Meine Jeansgröße hat sich von W39 auf W34 verringert, mein Sodbrennen ist weg, mein Appetit leider unverändert da und ich habe fünf ausstehende Essenseinladungen.

Es ist mir dieses Jahr leicht gefallen. Das lag hauptsächlich an Spatzl. Es ist halt was anderes, wenn man Unterstützung bekommt. Geholfen hat auch alli, allerdings hauptsächlich nur dabei meinen Geldbeutel zu leeren. Das was ich für alli ausgegeben habe konnte ich aber wenigstens nicht zum Burger King tragen. Heißhungerattacken gab es auch weniger als sonst, komischerweise nur auf Salziges. Schmacht nach Eiern wie letztes Jahr hatte ich nicht. Es war ein stressfreies, angenehmes Abspecken.

Germerkt hat mein Umfeld lange nichts. Vorgestern hat mich die erste Kollegin drauf angesprochen. Ich fühl mich auch gar nicht schlank. Eher „Normal“. Erstmalig seit Jahren passe ich wieder in 32er-Jeans (wenn auch nur mit wie Wurstpelle).

Was nehme ich mit? Spatzl macht noch weiter, sie will noch 4 Kilo abnehmen, das dauert noch ungefähr einen starken Monat. Ich werde also etwas weitermachen um sie zu unterstützen und zu entlasten. Das vermindert die Gefahr von Exzessen meinerseits. Spatzl hat angekündigt, dass sie keinen Bock auf Abspeckblog reloaded in 2011 hat. Bock habe ich auch keinen, aber es ist notwendig und sinnvoll einmal im Jahr eine Zeit zu fasten und innerlich einzukehren. Egal ob nötig oder nicht – ich habe vor, spätestens Aschermittwoch 2011 hierher zurückkehren. Mein Wunsch wäre es, die Rückkehr mit weniger als 90 Kilo zu schaffen. Das wird mir aber nur gelingen, wenn das Umfeld, das Schicksal und die Gesundheit mitspielen. Auch den Jojo-Effekt muß ich irgendwie halbwegs in den Griff kriegen. Der ist das Hauptproblem. Bewusste Ernährung und Bewegung bleiben weiter im Programm, hängen aber auch vom Arbeitspensum ab, welches ich nur partiell steuern kann. Die ganzen Stürme des letzten Jahres, die zu 100,4 Kilo führen hatte ich nur wenig im Griff. Der Krieg mit den Behörden wird sicher noch das ganze Jahr anhalten und an Intensität zunehmen. Andererseits verderben mir diese Gestalten den Appetit, aber wer Kummer hat – hat auch Schokolade. Ist so.

Es warten noch große Kämpfe und Dinge dieses Jahr und nur wenn ich Glück und Geschick habe werde ich so wiederkehren wie ich jetzt gehe. Gott und Spatzl mögen mir beistehen.

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