83,0kg und Kondenswasser

Meine tolle Nokia Steel HR kommt mit den aktuellen Temperaturunterschieden nicht zurecht. Es hat sich Kondenswasser unter dem Glas gebildet, zeitweise kann man nicht mal mehr die Uhrzeit ablesen. (Es war 6:48 Uhr)

Nokia Withings Steel HR mit Dichtigkeitsproblem

Was macht man in dem Fall? Man wendet sich an den Hersteller. Was macht der? Schickt direkt ein Paketlabel!

Meine Uhr ist nun auf dem Weg nach Belgien und ich muß nun für die Statistik wieder auf meine Sony SWR30 zurückgreifen.
 Die Uhr läßt sich zwar leichter ablesen, kann mich aber nicht „still“, also autonom mit Vibration wecken. Da randaliert immer das Smartphone mit und wenn das zu weit weg liegt, dann bimmelt nur das Smartphone. Ich will ja die Gattin nicht unnötig wecken. Dafür bekomme ich auch Whatsapp und wichtige Nachrichten aufs Armband – das fehlt bei der Nokia, die kann nur SMS anzeigen.

Ansonsten freue ich mich, über die fünfte Gewichtsabnahme in Folge bei guten Fett-/Muskel- und Wasserwerten.
Noch 5% mehr Wasser und ich lasse mich in Bayern offiziell als Feuchtgebiet beim Heimatministerium unter Naturschutz stellen.

Heute wird der Trend aber zu Ende sein. Der „Spätzle-mit-Soß-Stammtisch“ findet heute statt. Ich freue mich schon auf die Menschen und auch auf das Essen. Ich habe daher am Morgen den Apfel durch eine Minibanane und am Mittag den mageren Speck durch 40 Gramm Bündnerfleisch ersetzt. Das spart rund 150kcal. mehr schaffe ich nicht, sonst komme ich nicht durch den Tag. Dauernd hungrig und mit Appetit wie ein Zombie durch die Gegend zu wackeln ist ziemlich doof.

Morgen werde ich dann etwas strenger zu mir sein und das Abendessen wieder ganz weglassen. Samstag muß ich arbeiten.

Da ich gefragt wurde: Hier ist der Link zu der Zuckerbombe von Danone. Besonders frech dabei ist der Satz „verfeinert mit Joghurt und hochwertigen Zutaten, die auf der Zunge zergehen.“

Also Zucker, Zucker, Zucker und künstliches Aroma.

 

 

84,0kg und Zucker

Die Wissenschaft ist sich einig. Der Mensch möge sich gesund und vor allem ausgewogen ernähren, dann haben wir die Chance auf ein langes Leben.

Was jedoch „gesund“ und „ausgewogen“ ist, darüber kann man Religionskriege entfachen. Unser gewöhnlicher Standardzucker besteht meistenteils aus Saccharose, einem Kohlehydrat. Kohlehydrate bestehen wie sehr viele organische Stoffe aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff. Benzin besteht aus daraus.

Die Datenlage wie schädlich Zucker und auch die Zuckeraustauschstoffe sind, liegt etwa auf dem Niveau der Tabakstudien der 60er Jahre. Man weiß es ist nicht alles gut, man weiß zuviel ist ungesund und die Austauschstoffe…..na ja.

Die Industrie verdient mit dem weißen Stoff viel viel Geld, die Behebung der Schaden bringt ebenfalls viel Geld. Zahnärzte leben davon, Diätologen und die ganze Diabetesindustrie erst. Da hängen Arbeitsplätze und Steuern dran, ebenso wie sozialkassenverträglich frühes Ableben.

Wie sieht es denn mit den Austauschstoffen aus? Aspartam, früher unter dem Markennamen „NutraSweet“ vermarktet, hat zwischenzeitlich auch einen schwer beschädigten Ruf und steht seit Jahren im Verdacht für diverse Krankheiten verantwortlich zu sein.

Das Thema ist schier unendlich und bei näherer Recherche auch ganz schön unappetitlich. Ich werde in den kommenden Monaten immer mal wieder auf Einzelaspekte eingehen und die Thematik von verschiedenen Sachen beleuchten.

Einige gesicherte Erkenntnisse kann ich aber schon mal abgeben:

Rund 80% aller industriell hergestellten Lebensmittel haben irgendeinen Zucker drin. Klar, ist billig, gut für den Geschmack und beeinflußt die Haltbarkeit. Das gilt insbesondere für pikante Lebensmittel. Filmemacher Morgan Spurlock hat in seinem Film „SuperSize me“ genau zwei Lebensmittel im McDonalds-Sortiment ohne beigefügten Zucker gefunden. Eins davon war Mineralwasser, das andere isst dort keiner…

Lobbyverbände verhindert seit Jahrzehnten, daß die WHO einen Richtwert vorgibt. Da künstlich beigefügter Zucker vom Körper in keinster Weise benötigt wird, ist äußerste Zurückhaltung geboten. Die Kohlenhydrate in normal-ausgewogener Ernährung (z. B. Obst, Gemüse, Nudeln, Fleisch) reichen. Das gilt besonders beim Abspecken. Blutzuckerwerte, welche Achterbahn fahren begünstigen die Einlagerung von Fett und Heißhunger. Beides schlecht für das große Ziel.

So bleiben neben Honig und Ahornsirup noch der Agavendicksaft und kalorienlose Ausstauschstoffe wie Xylit, Erythritol und Stevia. Stevia wird in der EU sehr kirtisch gesehen, in Japan ist der Stoff aber einer der Standardzuckeraustauschstoffe und dieser Menschengroßversuch brachte bisher keine Auffälligkeiten.

Ich habe eine Seite im Netz gefunden, die man mit kritischem Auge betrachten muß, aber wertvolle Hinweise zum Thema Zuckerersatz gibt.

Bisher habe ich mit Stevia gearbeitet (gut im Tee, doof zum Backen) und mit Eythritol (teuer, gut zum Backen, aber schmeckt irgendwie seltsam).

Fazit:

Fertig zubereitete Lebensmittel sind kritisch. Der Inhalt des Produkts ist der Reihenfolge der prozentualen Inhaltsmenge angegeben. Nehmen wir an ein Produkt besteht zu 30% aus Zucker und zu 25% aus Milch. Kauft ja keiner…. Also wird der Zucker aufgeteilt in Milchzucker, Saccharose, Fructose, Dextrose und Maltodextrin. Zack, steht der Zucker ganz hinten. In Milchzucker steckt ja das Wort „Milch“ drin, also sicher volldoll gesund.  „Fructose“ ist ja aus Früchten (volldoll natürlich), Dextrose ist Traubenzucker (Dextro Energy! Sicher auch superdoll gesund! Das bekommen sogar Kinder!) So schnell wird aus einem pappsüßen Gebräu ein supergesundes Kinderprodukt. So wertvoll wie ein kleines Steak.

Da man als Laie kaum die Tricks der Industrie durchschauen kann, ist es sinnvoll mehr selber zu kochen und nur im Notfall auf Fertigmampf zurückzugreifen. Das gilt ganz besonders für banale Dinge wie Fruchtjoghurt und Müsli.

 

91,8kg und Wasser, Zucker, Skyr

Da es auf Interesse stieß…hier Bilder vom kalorienarmen griechischen Joghurt aus dem Kaufland:

Ich habe jetzt auch mal recherchiert warum die Skyrs sich so stark in den Kalorien unterscheiden. Dazu auch hier die Bilder:

52 zu 102 kcal. pro 100 Gramm ist eine Hausnummer! Der Kalorienbombenskyr wirb sogar mit seiner Fettarmut:

Nur 0,2% Fett absolut. Nur wer genau auf die Zutatenliste steht sieht auch warum:

In der EU müssen die Inhaltsstoffe der Menge nach angegeben werden.
Nach Frischkäse (Skyr ist Frischkäse), ist das Zucker! Aber noch nicht alles. Nach Wasser (kalorienarm) kommt auf Platz 4 „Glukose-Fruktose-Sirup“,
also nochmal Zucker! Gut, das Vanille Aroma ist künstlich, da erwartet jetzt auch niemand echte Vanille.
Frech aber: „gemahlene extrahierte Vanilleschoten“. Das heißt: Man nimmt Vanilleschoten, kratzt die Vanille raus und der übrige Abfall wird dann fein gemahlen und dem Joghurt beigemischt.
Da ist der Hersteller mit dieser Methode allerdings auch mehr im Mainstream der Branche zu finden.

Dann schauen wir uns doch mal den Milbona von Lidl im Vergleich an:

Hier findet man keinen Frischkäse, den man eigentlich in Skyr zu erwarten hätte, dafür entrahmte Milch.
Zucker findet man als Austauschstoff und sogar etwas Echtfrucht. Für 55 Cent stimmt da durchaus das Preis/Leistungsverhältnis.

Gut, man findet auf all diesen Produkten Zutaten, die einen eher weniger als mehr die 100 Lebensjahre in völliger Fitness erreichen lassen,
meckern kann man aber nur bei den angebotenen Geschmackrichtungen. Alle Anbieter sind da sehr wenig kreativ. Man muß selbst kreativ werden, damit
einem der Skyr nicht nach einer Woche zu den Ohren rauskommt. Beim Abspecken ist die Devise aber immer „High Protein – Low Kalorien“. Das schränkt die Auswahl ein.

Wo gerade das Stichwort „gesund“ fällt. Die Gemüsepreise lagen erstmal wieder etwas niedriger als in der Vorwoche!

Was gibt es heute zu essen?

Es gab bereits einen Getreidestängel: und dazu etwas Kalorienbombenskyr in denen ein paar Erdbeeren reingeschnitten waren.

Zum Mittagessen werde ich mal schauen was an kalorienarmen Fertiggerichten mal weg muß und für heute Abend wird noch ein Kriegsrat statt finden. Putendöner ist nicht ausgeschlossen.

Gestern habe ich das Abendessen weggelassen und zum Fernsehsnack einen kaloriearmen aber salzreichen Karreespeck geschleckert. Deswegen war heute auch mehr drauf.
Das Mittagessen gestern war schmackhaft, aber irgendwie fad. Die süßeste Ehefrau von allen hat nur die Sahne im Rezept gegen einen pflanzlichen Fake ersetzt.
Wir experimentieren da noch mal.

Damit wünsche ich einen gelungenen Wochenstart!

89,5kg und die Sommerzeit

Morgen ist Sommerzeit, dann werden die Uhren VOR gestellt.

Die Woche danach ist normalerweise eine Scheißwoche, da ich irgendwie nicht auf meinen Mindestschlaf komme und die Kollegen wenig seelisch ausgeglichen sind. Das führt, in Verbindung mit anstehenden Sonderaufgaben gerne zu rumgezicke. Das wird wieder was werden….seufz.

Immerhin habe ich heute die 90er-Schallmauer durchbrochen. Jetzt muß das nur noch halten.

Ich möchte Euch aber noch von zwei Dingen berichten, die ich entdeckt habe:

Mymuesli: Ich habe von einer Freundin zwei Kostproben geschenkt bekommen. Waaaahnsinnig lecker und auch sehr kalorienarm. Mymuesli ist ein Internetanbieter, bei dem man sich sein Lieblingsmüsli zusammenstellen kann. Auf diese Weise kann man viel steuern. Die Qualität der Zutaten ist überzeugend. Seitenbacher kann sich warm anziehen.

Stevia:Kraut. Aus diesem Kraut kann Zucker gewonnen werden, ähnlich wie bei der Zuckerrübe. Der Steviazucker hat einige Vorteile: Er hat keine Kalorien und ist wesentlich süßer als normaler Zucker. Für den Kaffee reicht eine Messerspitze. Sein Hauptvorteil ist aber ein anderer: Der Blutzuckerspiegel verändert sich nicht. Ein Segen für Diabetiker, praktisch für Abnehmwillige. Der übliche Heißhunger, der durch Blutzuckerschwankung ausgelöst wird, entfällt!

Wenn er sooo toll ist, warum nimmt dann den Steviazucker nicht jeder? Da gibt es zwei Gründe dafür: Bis vor wenigen Jahren konnte man den Unterschied zu normalem Zucker schmecken, da Stevia eine etwas bittere Nachnote hatte. Das konnte man mittlerweile wegzüchten bzw. wegverarbeiten. Der Hauptnachteil ist aber ein anderer: Stevia ist in der EU als Lebensmittel verboten. Erst neulich gab es eine Razzia bei einem großen Fertigteehersteller. Die Süßlobby mag keine Wettbewerber. Zu viele Bauern, Nahrungsmittelkonzerne und Pharmaunternehmen verdienen am Rübenzucker und seinen Folgen. So ist der Steviazucker zwar in Asien fast üblich und in Amerika sowie Afrika sehr geschätzt, aber wir Europäer haben halt ein Problem mit gewissen Pflanzen, vor allem wenn am Verbot viele verdienen. Wie schon lange bekannt ist, sind diverse Heilkräuter teilweise seit den 20ern auf Betreiben der Pharmalobby verboten. Eines ist heute noch verboten, damit ein heutiger DAX-Konzern sein damals neues Hustenmittel „Heroin“ ungestört vertreiben konnte…. oh ja, die Bundesrepublik macht immer wieder Freude… Allerdings kommt man an Stevia trotzdem legal ran. Als „Badesalz“ darf es verkauft werden. Wird es auch. In solchen Mengen, daß es mit schwer fällt an ein so reinliches Deutschland zu glauben. Wir sind eine solche Pharisäernation…

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