90,9kg und ein totales Desaster

Ich habt länger nichts mehr von mir gehört. Das war nur dem Stress des Weihnachtsgeschäftes und der Vorbereitungen geschuldet.

Jetzt habe ich mal wieder etwas Luft und kann Euch updaten. Nachträglich noch „Frohe Weihnachten“.

Es lief eigentlich bis vor ein paar Tagen alles wie immer. Das Gewichte pendelte um die 88 Kilo-Marke und ich habe versucht meine Hauptkalorienaufnahme auf den Abend zu legen, wenig zu frühstücken und zu Mittag zu essen. So konnte ich wenigstens mal mit meiner Frau essen und sie gleich bekochen. Das ging recht gut. Bis zum Weihnachtsfest erst schnellte das Gewicht auf 89,6, dann direkt auf 90,2 und heute sogar 90,9 Kilo. Abartig!

Vorige Weihnachtszeit nahm ich explosiv binnen einer Woche 5,6 Kilo zu die leider nicht mehr weg gingen. Da wollte ich diesmal vorbeugen.

Weihnachten ging bei uns traditionell von statten, natürlich jagte ein Weihnachtsessen das Nächste! Ich hatte vorsorglich beschlossen, außerhalb der Familienessen so gut wie gar nichts zu mir zu nehmen. Das gelang sogar ordentlich. So gab es an Heiligabend ein einfaches Omelett mit Champignons und Tomaten, das traditionelle japanische Mittagessen bei KFC entfiel. Zum nachtäglichen Kaffetrinken bei Schwiegeroma aß ich nur zwei dünne Stücke Haselnußkuchen, am Abend dann die üblichen Würstchen mit Kartoffelsalat. Ich aß etwas weniger, sonst war alles wie im Jahr davor.

Zack schon waren wir am 1. Weihnachtsfeiertag auf 89,6 Kilo.

Dort gab es dann gar kein Frühstück, mittags waren wir beim Familienessen im Lokal, ich verzichtete auf Ente und Gans und gab einem Schnitzel den Vorzug. Die sahen halbwegs klein aus. Die Alternativen wären ein „Grillteller“ oder „Schweinsmedallions“ gewesen. Eine akzeptable vegatarische/diätische Auswahl fehlte leider auf der sehr übersichtlichen Karte. Dafür war es lecker. Anschließend ging es zu den Schwiegereltern (zwei kleine Stücke Haselnusskuchen), zu Abend aß ich dann noch gerade genug Salzbrezeln um dem Hunger zu vertreiben.

Juhu, schon hatte ich am 2. Weihnachtsfeiertag erstmal seit Jahren über 90 Kilo, nämlich 90,2 Kilo.

Am 2. Weihnachtsfeiertag heißt es antreten bei Muttern zum Gans-Essen. Wieder kein Frühstück, na doch….ich aß eine trockene Scheibe Weißbrot vorher um die Gans im Körper drin zu behalten. Da dies eines der fettesten und ungesundesten Essen meines Ernährungsjahres ist, verzichtete ich lieber auf Menge. Dafür hatte ich am Abend wieder so richtig Hunger und versuchte diesen mit ein paar rohen Paranüssen zu bremsen.  Klappte nicht. Jetzt war ich hungrig und mir war schlecht. Aber gut so, der Appetit verging mir.

„The sky is the limit“ schon ging es auf 90,9 Kilo.

Heute muß ich arbeiten, das hält meine Finger aus der Keksdose. Heute gibt es nur Obst (wenig), Gemüse (viel) und einen kleinen Getreidestängel und ein Ei. Ich bin gespannt ob ich morgen dann schon über 92 Kilo bin, es ist unerträglich…..

Wir brauchen gar nicht drumherum reden. Dieses Ergebnis ist ein Reinfall ersten Grades! Ich habe nicht nur 2019 nichts abgenommen, nein trotz aller Bemühungen habe ich zugenommen! Wie schlimm, das kommt noch auf – aber schlimm ist es auf jeden Fall. Alle Bemühungen haben nicht gefruchtet – es ist volle Kante schlief gelaufen. Ich bin ratlos. Ich kann aktuell nur zwei Dinge verändern: Morgen ist kein „Schummelsamstag“ sondern ein normaler Diättag und an Silvester ist das Raclette gestrichen. Das geht einfach nicht mehr. Ich fresse mich ja zu Tode, während ich den halben Tag Hunger habe. Diese Intervallfastennummer klappt nicht. Gar nicht. Ich muß das alles neu denken.

Was war sonst?

Ansonsten hatte ich ja berichtet, daß ich nun doch für den Stadtrat kandidiere und wollte ja einen auf „locker“ machen. Okay, es ist auch sehr viel lockerer als in meiner alten Position, aber ich wollte eigentlich weniger arbeiten und nicht mehr…. es ist mehr. In den kommenden Wochen stellen wir einige Videos online und ich tippe schon fleißig an den Vorstellungen der Kandidaten. Das Auto ist wieder sauber, in den Daten herrscht Ordnung, der 2Do-Papierberg ist nur noch ein kleines Häuflein.

Wenigstens diesen Teil meines Lebens habe ich noch im Griff.

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