83,2kg und so gehts weiter

Erst mal Fakten auf den Tisch:

Meine Größe: 180cm
mein Startgewicht: 101,8 Kilo.
mein aktuelles Gewicht: 83,2 Kilo

Meine Abnahme in 100 Tagen: 18,6 Kilo
Das entspricht in Energie: 120.000 eingesparte Kalorien
Mein BMI: 25,68 =leichtes Übergewicht
Meine (bequeme) Hosengröße: W36 L 32

Damit dürfte wohl eins klar sein: Ich habe immer noch kein Normalgewicht und befinde ich am oberen Rand meines Wohlfühlgewichtes. Es bedarf eingiges Schönredens, diese Ergebnisse als vollen Erfolg zu bezeichnen. Ein Politiker würde sagen: Das sind die Schritte des Machbaren. Genau.

Mehr aber auch nicht. Somit kann dieses Ergebnis ein wichtiger Zwischenschritt sein, aber kein Ziel.

Mein Ziel heißt jetzt: 79,9 Kilo oder weniger.

Okay, wie soll das gehen?

Ganz einfach: Ich mache weiter, aber langsamer.
Bisher war die Maßgabe: 1000 Kalorien pro Tag + Rohobst und Gemüse nach Belieben.

Jetzt ist die Maßgabe: 1500 Kalorien pro Tag + Rohobst und Gemüse frei.

Rein nach der Mathematik müsste ich die noch fehlenden 7 Pfund in weiteren 100 Tagen verloren haben. Dumm nur, daß mein Körper in Mathematik schon immer saumäßig schlecht war. Es wird langsam gehen, es wird Rückschritte geben. Mein Körper hat sich nach 100 Tagen an die aktuelle Ernährung gewöhnt. Eine erneute Umstellung wird auch dauern. Ich habs aber nicht eilig.

Trotzdem werde ich heute Abend nicht in meine Stammpizzeria gehen und dort mein fast schon traditionelles Fastenbrechen veranstalten. Nein. Diesesmal nicht!

Ich habe mir eine topmodische W34L32-Jeans gekauft. Die ist noch viel zu eng, auch wenn ich jetzt schon die Knöpfe und den Reißverschluß zukriege. Die will ich bequem haben. Im Herbst. Oder Winter. Egal. Aber in absehbarer Zeit.

So werde ich ab sofort einmal in der Woche hier einen Bericht abgeben. Ich bleibe dem Abspeckblog und damit dieser Community erhalten.

83,2kg und die 100 Tage sind vorbei – Tag der Abrechnung

So. Das war’s. 100 Tage gesunder Ernährung sind vorbei.

Zeit für eine Bilanz – Zeit für einen Blick zurück.

Zeit meiner Leistungssportzeit war ich immer zwischen 75 und 82-83 Kilo. Als diese endete wurde es langsam mehr und ich bekam erst ein Bäuchlein, dann eine Wampe.

1. Lektion: Sich nicht mehr bewegen und trotzdem weiter futtern geht nicht gut.

2.Lektion: 26 ist nicht 18 – du wirst langsam alt!

Zusammen mit ein paar Kollegen starteten fünf Kollegen eine Abspeckaktion, die vom November bis zum letzten Freitag vor Weihnachten dauerte und – weil wir alle Männer sind – natürlich als Wettbewerb. Ich wurde Zweiter und fiel von 87,7 auf 75,8 Kilo. Dies gelang mir mit einer megawüsten 500 Kalorien pro Tag-Kasteiung.

Langsam ging es dann wieder nach oben, über Jahre. Zwischen 1998 und Anfang 2005 ging’s Stück um Stück nach oben. Bis auf 94,4 Kilo. Das ging gar nicht. Ich hatte genug und meldete mich im Fitnessstudio an und begann –diesmal etwas sinnvoller- mit der Gewichtsreduktion. Klappte auch. Rund 3 Monate später standen 79,9 Kilo zu Buche.

Dieses Gewicht hielt ich halbwegs, es schwankte so um die 85 Kilo, meiner oberen Grenze für ein Wohlfühlgewicht. Bis zum Oktober 2006 Da musste ich zu Rauchen aufhören und blitzschnell brachen alle Dämme. Kein halbes Jahr verging und ich war auf gepflegten 101,8 Kilo. Keine Hose passte mehr, ich hatte zahlreiche Ausfallerscheinungen wie Sodbrennen usw. durch die schnelle Gewichtszunahme. Abhilfe musste geschaffen werden und dringend auch eine Motivation.

Wer sich gut kennt, kennt auch seine Schwächen und kann diese in Stärken ummünzen. Ich bin ein typischer Allgäuer Sturschädel und Nebenerwebsmacho. Eigenschaften, die angeblich mit meinem Sternzeichen Steinbock zusammenpassen. Whatever, was ich mir einbilde ziehe ich auch durch. Ich muß es mir nur fest genug einbilden.

Die 100 Tage sind jetzt geschafft, es war nicht leicht, wirklich schwer gemacht habe ich es mir aber auch nicht. Ich bin den Tretminen einfach ausgewichen. Ich hatte keine Chips daheim, nur Schokolade mit mind. 70%, habe nur noch das Schlemmerlokal (Dany´s – beim Atlantis in Neu-Ulm) aufgesucht, bei dem ich wusste es gibt leckere Diätküche, habe mein Vesper ins Geschäft komplett mitgenommen, die Süssigkeitenschublade weitgehenst ausgeräumt. Somit konnte ich Momente der Schwäche gut überstehen. Beim Grillfest der Firma, Geburtstagsfeiern usw. brauchte ich Willen, Sturheit und möglichst wenig Kontakt dazu. Dann ging das auch irgendwie. Gesellschaftliche Verpflichtungen habe so gut als möglich gedeichselt. Mein Sport-und damit Bewegungsumfang deutlich erhöht. Ich gebe zu, ich bin immer noch faul, es könnte wesentlich mehr sein. Es wird aber nicht mehr werden – ich kenne mich. Diese Woche war meine einzige sportliche Betätigung hier die Treppe hochzurennen. Immerhin geht das wieder ohne Schwitzen – auch was wert.

Ewig wie jetzt würde das aber auch nicht gut gehen. 100 Tage sind gut und in der Form genau richtig. Wer mehr und länger machen muss, sollte langsamer machen. Ich habe rund 30 Kilo Salat, knapp 30 WeightWatcher-Lasagnen, 14 WeightWatcher-Pizzas, 70 Paprika, 85 Joghurts, 20 Optiwell-Puddings, 90 Bananen, 7 Kilo Erdbeeren, 12 Diäteis, 20 Äpfel, 3 Tafeln Hartbitterschokolade, 11 Bund Radieschen, 9 Putenschnitzel, 1 Whopper junior, rund 10 Kilo Champignons, 3 Kilo Karreespeck, 2 Kilo Gouda, 3 Kilo Spätzle, 4 Putendöner, 6 Mandrinen,
und rund 400 Knäcke verdrückt. Nicht, das ich ab heute wieder zulange, aber eine Butterbrezel, ein Whopper ohne Junior und ein Schnitzel habe ich doch vermisst. Langsam wird die gesunde Ernährung -ohne gelegentliche Sünde!- doch etwas langweilig.
Noch mal so lange würde ich aber nicht durchhalten.

Ich freue mich über die riesigen Besucherzahlen in diesem Blog, ich habe mich sehr über den vielen lieben Zuspruch gefreut. Interessant fand ich die, die meinten ich würde nie durchhalten. Das waren aber eher die, die mich nicht kennen 😉 oder einfach Wunschdenken. Sei es, weil sie es mir ihr eigenes Scheitern wünschen um sich besser zu fühlen, oder weil sie neidisch sind, oder weil sie mich einfach nicht mögen – da gibt’s ja auch davon genug.

Vor allem der Neid hat mich gewundert. Was wurde mir nicht alles prophezeit. Vom Nierenversagen bis hin zu schnellem Jojo-Effekt. Gegen letzteren versuche ebenfalls mit einem Trick anzukämpfen. Wie – verrate ich demnächst.

Interessant auch, wer diesen Blog gelesen hat. Von meinen Freunden, Kollegen und Bekannten angeblich fast niemand. Komischerweise haben mir aber vielen von ihnen so manches erzählt, was sie nur von hier wissen können. Enttarnt…..*fg*

Ich habe mich sehr über die Unterstützung von allem, gerade hier aus der Community sehr gefreut. Es hat mir sehr geholfen. Hier war nichts von Neid zu spüren. Hier kamen mir nur Anteilnahme, Motivation und Hilfsangebote entgegen. Ich werd’s weiterempfehlen.

Wie geht’s jetzt weiter?

Das verrate ich in meinem nächsten Eintrag. Stay tuned!

83,3kg und ein Tag wie ein Freund

Es gibt so Tage.

Es sind wenige.

Wenn es mehr wären wüßte man es nicht
mehr zu schätzen.

Tage an denen einfach alles läuft. Ich
hatte gestern so einen.

Gestern Abend war ich dann beim gewohnten
Putensteak mit Knoblauch und Pilzen
und habe genossen. Heute ist der letzte
ganze Tag, Tag 99.

Morgen werde ich es hinter mir haben.

Der Tag morgen wird auch mein Freund
sein.

83,4kg und die Frage der Technik

Als hätte ich es nicht geahnt!

Einfach eine neue Batterie in die Waage
und schon sind es 500 Gramm weniger.

Tja, für die Statistik muß man mit allerlei
Tricks arbeiten – die Aussage wird jeder
Statistiker bestätigen. 😉

Heute ist Tag 98, draußen ist es kalt
und regnerisch. Ich überlege mir zur Zeit
eher wie ich die bereits wieder anstehende
Reparatur des Autos stemmen will
und wie ich meinen Urlaub gestalten
will, als über Menüpläne nachzudenken.

Ehrlich gesagt, die Essenfrage und die
Danach-Frage beschäftigen mich weniger.

Ich hab meinen Frieden mit der Kost
gemacht.

Ich bin angekommen !

83,9kg und Stillstand

Irgendwie ist bei mir grad Stillstand.

Gewicht, Wasser-, Muskel- und Fettanteil
bleiben praktrisch unverändert
und meine Hosen passen mir auch nicht
besser.

Heute ist Tag 96, ich bin der Aufpasserei
müde
und auch wenn mich aktuell kein Schnitzel
lockt wird die Sache langsam nervig.

Immerhin habe ich schon die erste Essenseinladung
für Sonntag, mal sehen was ich dort esse…..

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