97,7kg und Abnehmbrot

Die Dinge scheinen sich gerade in die richtige Richtung zu entwickeln. Meine Apps sind zufrieden, dann bin ich es auch.

Seit Beginn der Pandemie habe ich ein altes Hobby wiederentdeckt, das Brotbacken. Ich hab damit angefangen, als ich von zu Hause ausgezogen bin und in der Firma einen
ausgemusterten Brotbäcker gekauft habe. Mittlerweile züchte ich wieder meinen eigenen Sauerteig.

Am Samstag habe ich mich erstmals an ein „Pan de Cristal“ herangewagt. Der erste Versuch ging schief….oder doch nicht? Für den zweiten Versuch habe ich die Gattin hinzugezogen.
Sie verfügt über ein großes handwerkliches Geschick. Meine Wenigkeit hingegen wurde mal auf dem Bürogang mit einem Schraubenzieher gesichtet und zwei Redakteure schrien „Deckung – Jetzt ist er bewaffnet“. Das sagt alles.

Der Gattin-unterstützte Versuch sah aus wie meiner. Na ja. Backen kann man es ja mal.

Heraus kamen flache Weizenfladen, falsche Porung, falsche Gärung, kleine Mehlbatzen innen….nee…nee…damit besteht man als Lehrling keine Prüfung. Aber es sah lecker aus.
Ich habe also die fehlerhaften Stück rausgeschnitten und den Rest mal probiert. Wie sagt der Lebensmittelprüfer?: „Die sensorische Prüfung ergab keine Beanstandung“.

Wir haben dann beide ein Stück probiert und unser Hunger war weg. Wir haben das Brot beide sehr gut vertragen (hätte bei falscher Teigführung eigentlich nicht sein dürfen).
Das mit der Sättigung habe ich am Sonntag gleich nochmal probiert – wieder mit gleichem Ergebnis. Auch die Waage brachte drei mal „Daumen hoch“.

Da werde ich nochmal tiefer in die Forschung einsteigen, denn wir haben alles aufgegessen und ein Ruchmehlbrot mit Nüssen steht schon beim Auskühlen. Ich hoffe der Gattin schmeckt es.

Der Ansatz etwas Sättigendes zu haben, daß sich einfach herstellen, leicht lagern und im Geschmack (Belag) verändern lässt, klingt sexy.

Hier noch mal das Rezept. Probiert doch mal aus und schickt Bilder. 

1 Gedanke zu „97,7kg und Abnehmbrot“

  1. Sieht ungemein lecker aus, aber für Ungeduldige ist das wohl nix. Ich mache neben Brötchen und ähnlichem kleineren Gebäck auch gerne türkisches Fladenbrot (angelehnt an dieses Rezept: https://www.chefkoch.de/rezepte/897091195139270/Das-weltbeste-Fladenbrot.html), das geht schön schnell und schmeckt ganz hervorragend. Kein Vergleich mit dem Zeug, das einem im Discounter und sogar bei türkischen Bäckern so angeboten wird. Zwanzig Jahre lang habe ich einen Ersatz für das phantastische Fladenbrot aus einem kleinen türkischen Lebensmittelgeschäft gesucht, das dort immer von der Chefin – möge sie ihren Ruhestand immer noch genießen – frisch gebacken wurde, und erst dieses Rezept hat ihn mir geboten.

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